Also irgendwie schaukelt ja immer noch alles…innerlich zumindest. Ich bin vor etwa 2 Stunden wieder an Land gegangen nachdem ich die letzten zweieinhalb Tage und Naechste auf der Habibi verbracht habe. Zusammen mit 26 anderen Backpackern und zwei Crewmitgliedern bin ich durch die Whitsunday Islands ( 74 Inseln insgesamt) geschippert.
Am Tag vorher hatte ich beim Ticket abholen schon Jamie und Kate, ein Paerchen aus London, kennengelernt, die mit mir auf dem Boot waren. Dienstagabend wurde schnell noch etwas Alkohol eingekauft…ohne den Goon gehts nicht! :o)
Mittwochmittag ging es dann endlich aufs Boot. Es stellte sich relativ schnell heraus, dass die Gruppenzusammenstellung ein Gluecksgriff war. Ueberhaupt keine Iren, dafuer einige englische Paerchen, ausser mir noch zwei andere Deutsche, zwei Asiaten, eine Franzoesin und eine Handvoll Kanadier. Alle waren gut drauf, aber niemand auf Komasaufen an Bord aus, was einem auf diesen Trips durchaus passieren kann.
Die erste Haelfte des ersten Tages habe ich eigentlich sehr gut ueberstanden bis mich dann gegen Abend auf einmal furchtbar seekrank wurde. Oh man, das ist echt keine schoene Sache. Ich hatte damit eigentlich nicht gross Probleme, habe einen eigentlich ziemlich robusten Magen, aber das war echt kein Spass mehr. Es war uebrhaupt auf dem gesamten Trip verdammt windig, oft zu windig um die Segel zu setzen. Mit 45 Grad Schraeglage sind wir zum Whitehaven Beach ( Top 3 der besten Straende weltweit) gesegelt, wo wir dann auf fuer die Nacht geankert haben.
Leider war das Wetter am naechsten Morgen echt beschissen, so dass wir bei unserem Spaziergang am Strand nur erahnen konnten wie schoen es dort bei Sonnenschein sein muss. Der Sand, der unglaublich fein und weiss ist, hat uns aber trotzdem alle beeindruckt.
Beim Klettern auf den Felsen ist Ann-Laure, die Franzoesin dann aber leider so ungluecklich gestuerzt, dass sie sich die Haelfte der Vorderzaehne weggeschlagen und ein riesen Loch in die Lippe gebissen hat. Da wir laut unserem Skipper gerade “in the middle of nowhere” waren, blieb leider nix anders uebrig als sie auf eins anderes Boot zu verfrachten, was an dem Abend noch wieder in den Hafen eingelaufen ist. Die Verletzung an der Lippe musste naemlich dringend genaeht werden.
Nachdem wir alle den Schock ueberstanden hatten ging es weiter zu zwei super Schnorchelsites…hat echt hammer Spass gemacht dort rumzuschnorcheln….bin unter Wasser “George” begegnet….ein Fisch fast halb so gross wie ich selbst. Hab mich sowas von erschreckt, weil ich das Vieh auf einmal vor der Nase hatte. Diese Riesenfische….( Im englischen “wrasse) sind fast zahm, George hat sich sogar von mir streicheln lassen.
Nach dem Schnorcheln, bei dem wir so schicke Stinger Suits tragen mussten wegen der gefaehrlichen Quallen hatten die Kanadier noch die Idee vom Dach des Boots in Wasser zu springen. Rebecca und ich haben die einzigen Maedels, die es sich auch getraut haben…man hatte ich einen Schiss vor dem ersten Kopfsprung ( und hab danach nicht genug davon bekommen).
Der zweite Abend war ziemlich feuchtfroehlich….haben mit der ganzen Gruppe Trinkspiele gespielt, es gab noch nen spontanen Beatbox Contest, den Team Germany eindeutig gegen Team England gewonnen hat.
Da wir direkt bei an einem der Reefs geankert hatten bin ich gleich als erste morgens nach dem Fruehstueck ins Wasser gehuepft und habe nochmal eine ganze Weile geschnorchelt. Heute war das Wetter auch wieder eindeutig besser, der Wind war gut und wir konnten schoen zurueck nach Airlie Beach segeln.
Heute abend findet noch eine Boat Party statt und danach werde ich mit dem Nachtbus weiter nach Town of 1770 fahren. Dauert naemlich so seine 10 Stunden und die wollte ich nicht tagsueber im Bus sitzen.
Nun werde ich aber wohl ertsmal eine Runde schlafen, nachdem ich eben nach 3 Tagen endlich wieder duschen konnte…fuehlt sich soo gut an!
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