Verloren: ein USB Kabel am PC stecken gelassen, Sonnenbrille am Pool in Bali vergessen, die Hälfte meiner Unterwäsche von Waschmaschinen und Trockern geschluckt
Beklaut: niemals!! (wenn man von Lebensmitteln absieht)
Kaputt: 4 paar Flipflops und ebenso viele Sonnenbrillen, 1 Jeans in Neuseeland zerrissen (nicht beim bungee jump!), 1 TShirt nach dem Kajaken in Laos und weitere vier waren soweit verdreckt, dass man sie selbst als Traveller nicht mehr guten Gewissens anziehen konnte, Displaybeleuchtung des mp3 players
Besucht: 14 verschiedene Länder und 5 Kontinente, Lee in Johannesburg, Kerry in London (sogar 2x), Marta in Jakarta, Lynn in New York, Kerstin in D.C.
Schönste Mitbringsel: Sand von 46 verschiedenen Locations, samoanische Kunst auf Baumrindenpapier, asiatische Fischerhosen, Kochlöffel aus Afrika, stubby holder aus Australien, tonganischer Schmuck, Tausende von Fotos und mindestens ebenso viele schöne Erinnerungen und außergewöhnliche Reisegeschichten
Ein wenig komisch ist es ja immer noch…so richtig will ich noch nicht begreifen, dass diese Reise nun wirklich endgültig zu Ende ist. Mir ist innerlich so, als wenn ich wieder nur einen kurzen Zwischenstopp zu Hause mache, das Konto auffülle und wieder losdüse. Aber das Gefühl was ich habe, wenn ich realisiere, dass das Kapitel Weltreise abgeschlossen ist und ich nun wirklich wieder zu Hause bleibe, lässt sich wohl am besten als bitter sweet oder schaurig schön bezeichnen.
Man freut sich gegen Ende so einer Reise dann schon auf zu Hause, auf die Familie und Freunde, darauf im eigenen, sauberen Bett schlafen zu können, einen vollen Kühlschrank und vollausgestattete Küche zu haben. Darüber, eine Waschmaschine zu haben, die nicht heimtückisch meine Unterwäsche frisst und aus der die Sachen nicht dreckiger rauskommen als man sie reingetan hat. Darüber nicht mehr aus dem Rucksack leben zu müssen und auf einmal zwischen 20 statt 5 T-Shirts die Wahl zu haben, nachts nicht vom Schnarchen eines anderen Reisenden aufgeweckt zu werden ( und irgendwer schnarcht immer, ich kann das statistisch belegen!).
Aber auf der anderen Seite ist es schwer sich wieder auf den gewöhnlichen Alltag einzustellen, in dem es keine Bungee Jumps von hohen Brücken, keine fremden Kulturen, aufregenden Reisebekanntschaften, eigenartigen Bräuche, schönen Sandstrände, local buses mit schriller Musik, vertrauensunwürdigen Fähren, interessanten Supermärkte und ständigen Herausforderungen mehr gibt.
Die Weltreise war nicht nur einfach eine Reise durch 14 Länder, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt. Noch nie in meinem Leben habe ich so intensiv gelebt und erlebt und das kommt mit sämtlichen Emotionen, die man zwischen zu Tode betrübt und himmelhoch jauchzend so findet. Und wie mit allen Reisen ins /Aufenthalten im Ausland verändert sich die eigene Perspektive enorm und ich hoffe wirklich, dass ich mir die neugewonnenen Ansichten, die innere Gelassenheit und Zuversicht noch lange bewahren kann.
Es ist doch erstaunlich, da bringt man sich freiwillig in Situationen, in denen einem die schlimmsten Dinge überhaupt passieren könnten…alleine als Frau mit einem Rucksack, der das ganze Hab und Gut enthält zu Orten, von denen man nicht den blassesten Schimmer hat. Größer könnte das Riskio doch kaum sein, oder?
Aber stellt euch vor - nichts ist weiter von der Realität entfernt!
Es gibt mit Sicherheit viele Herausforderungen, aber es sind meist die kleinen Momente, die wunderbaren Begegnungen und die helfenden Hände, die meist genau dann auftauchen, wenn man sie am nötigsten hat, die eine solche Reise so wunderbar machen und einen an das Gute im Leben glauben lassen.
Für mich war es zum Beispiel die tonganische Familie, die mich zum Essen einlud, obwohl sie doch selbst furchtbar arm waren, der Samoaner, der mich auch an einem Sonntag fröhlich gelaunt mit dem Boot nach Manono übersetzte, die Neuseeländer, die Ellen und mich immer wieder beim Trampen aufgelesen haben, der Neuseeländer, der mir mein verlorenes Portemonnaie zum Zimmer brachte noch bevor ich überhaupt gemerkt hatte, dass es fehlte, die Mexikaner in San Franscico Chinatown, die Freunde, die mich so herzlich bei sich aufnahmen, obwohl ich sie alle seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, die Amerikaner, die uns eine kostenlose Maori-Show beschert haben…ach mir fällt mehr ein, als ich hier aufschreiben könnte.
Life is actually pretty good, don’t you think?
Ich weiß es jedenfalls zu schätzen, dass ich die Möglichkeit hatte, mir diesen Wunsch zu erfüllen und eine Reise um die Welt und zu mir selbst zu machen. Und auch wenn ich jetzt natürlich schon ein Reiseprofi bin, würde ich rückblickend glaube ich alles nochmal genauso machen, Leben lässt sich nunmal nicht planen, shit happens anyway und mit Verlust muss man rechnen…everything else is going to be alright!
In diesem Sinne… ich hoffe ihr hattet Spaß daran, meine Berichte zu verfolgen und ich bedanke mich an dieser Stelle für all die lieben Comments, Gästebucheinträge, Emails, SMS und Anrufe, die ich während der Reise von euch bekommen habe und entschuldige mich für die Postkarten, die versprochen und nie geschrieben wurden ;o)
Danke besonders auch an Akki und Tim für die mühselige Arbeit, die mit so einer Homepage zusammenhängt!
Mit dem 30. Flug genau bin ich schliesslich gegen 10 in Hannover gelandet. Übrigens 2 Tage eher als meine Familie zu Hause es erwartete. Da ich aber noch einige Zeit zu überbrücken hatte, bin ich erstmal direkt nach Hannover gefahren, um einen starken Kaffee zu trinken und mich wachzuhalten. Nebenbei hab ich mir dann auch noch ein Mettbrötchen und einen Quark reingeschoben…ist doch seltsam welche Gelüste man kriegt, wenn man durchs Reisen kulinarisch eingeschränkt ist ;o)
Ein paar Stunden später gings mit der S-Bahn rein in die S-Bahn und raus am Celler Bahnhof. Vom mir prophezeiten “Bombenwetter” war leider nicht so viel zu merken, es war eher ein typisch grauer norddeutscher Tag. Zu Hause angekommen musste ich noch ein Viertelstündchen im Gebüsch versteckt auf das Eintreffen meiner Eltern warten. Meine Mutter kam wie immer zuerst nach Hause und ihre Reaktion auf mein Klingeln an der Haustür war Gold wert. Ich hab das ganze auch gleich mit meiner Digicam gefilmt, vielleicht werd ich die passenden clips dazu hier mal uploaden und verlinken.
Meine Mutter musste dann aber gleich wieder weg, sie hatte ihr Pläne für den Tag ganz offensichtlich ohne mich gemacht ;o)
Aber so konnte ich kurze Zeit später dann auch noch unseren Kater und meinen Vater überraschen.
Beim abendlichen Deutschlandspiel bin ich dann endgültig machtlos gegen den jetlag und die Müdigkeit, ich hatte zu dem Zeitpunkt dann aber auch schon ganze 41 Stunden nicht mehr geschlafen.
…sitze ich schon wieder im Flieger nach Australien. Und ehrlich gesagt graut es mir ein wenig vor dem langen Flug, habe ja dieses Mal keinen so langen layover in Kuala Lumpur wie beim letzten Mal. Aber gut, da ich die letzten Tage ohnehin extrem müde war, hoffe ich einfach, dass ich wieder so gut im Flieger schlafen kann wie beim Rückflug von Brisbane nach Frankfurt.
Rucksack ist schon komplett gepackt, ich bin ja schon vor 2 Tagen aufgebrochen.Habe noch einen 2tägigen Zwischenstopp in Marburg gemacht und bin nun noch kurz bei Tim in Frankfurt, der mich dann auch zum Flughafen bringt.
Wie auch schon vor dem ersten Teil der Weltreise kann man vorher überhaupt nicht realisieren, dass es wirklich wieder losgeht und ehe man sich’s versieht ist man auch schon wieder mitten drin :o)
Ich habe die letzten Tagen auch noch genutzt ein paar Berichte zu älteren Trips vor der Weltreise zu schreiben und werde sie als Link nach und nach auf die Website stellen. Leider läuft die Page immer noch nicht ganz rund, kann also sein, dass gelegentlich noch Probleme auftauchen.
Ansonsten bleibt alles beim Alten und ich hoffe, dass ihr bald wieder interessante Berichte zu lesen und schöne Fotos zum Angucken bekommt.
Yeah…meine Hompage geht endlich wieder, hatten ein Problem mit dem Server, aber nun tut’s ja wieder. Rechtzeitig, um den Endspurt zum Start in die zweite Hälfte der Weltreise einzuläuten. Heute sind es noch genau 2 Wochen, dann geht es endlich wieder los. Bin nun mittlerweile doch sehr ungeduldig…hat ja alles in allem länger gedauert als geplant. Leider sind die letzten 2-3 Posts, die ich seit meiner Rückkehr geschrieben habe verschwunden.
Tja was soll ich sagen, es war natürlich komisch so viel früher als geplant zurück nach Deutschland zu kommen. Überschattet wurde das ganze auch noch von der Tatsache, dass meine Oma nur wenige Tage nach meiner Rückkehr gestorben ist. Ich hatte sie gerade noch kurz nach meiner Ankunft besucht, wir haben zusammen Reisefotos angeguckt, sind meine Strecke mit dem Finger auf der Landkarte nachgefahren…
Das Leben geht manchmal komische Wege. Ich weiß für mich nur, dass ich es bereut hätte wenn ich mich doch noch gegen die Unterbrechung entschieden hätte und in Australien geblieben wäre.
Aber abschließend kann ich schon sagen, dass die Pause zwischendrin genau das war was ich gebraucht habe. Meine Schwester Lynn war vor kurzem auf Heimatbesuch in Celle, was super schön sie mal wieder zu sehen und ich freue mich schon sehr darauf sie in New York zu besuchen (Puppilein…ich komme!).
Außerdem hatte ich auch jetzt auch Zeit mich schon mal ein wenig zu orientieren, was das weitere Studium ab Oktober angeht, so dass ich mit gutem Gefühl von der Weltreise nach Hause kommen kann.
Meine Zeit in Australien habe ich schon ziemlich durchgeplant, Flüge hoch nach Cairns und ins Outback sind gebucht, da kann also nix mehr schief gehen. Anfang März gibt’s dann noch ne Segeltour in die Whitsunday Islands und tauchen in Great Barrier Reef möchte ich eigentlich auch noch.
Melbourne und Adelaide werd’ ich nicht mehr schaffen (aber man muss sich ja auch was für später aufheben, gell?). Dafür bin ich jetzt sehr froh, mich doch für einen Ausflug ins Outback entschieden zu haben, hatte da lange hin- und herüberlegt.
Nächste Woche werde ich noch Nachtschicht bei der Post arbeiten, dann habe ich gut eine Woche Ruhe bis es wieder von Frankfurt aus losgeht. Werd die Zeit wohl nutzen um mal ein bißchen über Tonga und Samoa zu recherchieren, denn was die Inseln angeht habe ich so gut wie keinen Plan. Groß vorausplanen will ich da auch nix, einfach mal auf mich zukommen lassen, aber sich ein bißchen übers Land und die Möglichkeiten zu informieren hat noch keinem geschadet.
War schön in der Zeit zu Hause auch meine Freunde hier mal wieder häufiger zu sehen, normal sind wir ja immer schön über den ganzen Norden verteilt.
Joah ansonsten ist natürlich nichts spektakuläres hier in Celle passiert, aber davon bin ich auch nicht ausgegangen und habe ehrlich gesagt auch gar nicht so drauf gehofft, brauchte ja gerade mal ein bißchen Ruhe.
Damit isses nun aber genug und so ist es gut, dass es bald wieder losgeht!
Wow…I’m really home again and it feels quite weird to be back. The decision to take a break for a couple of months was so rushed that I didn’t really have time to realise what it actually meant to be back.
The last days in Brisbane were really busy, I had a lot of fun with the German girls and I miss them a lot already. We went once again to the Tinbilly bar in the city…for some reason we all love the Tinbilly bar (I think I’m totally biased because I met David there *gg*) and there is almost always something going on…
Speaking of David, he came back two days earlier from the wedding and so we got to spent the last two days together which has been fantastic but made it a lot harder to leave Australia on Monday.
On Monday I was so messed up…torn between excitement to go home and regret about my decision to leave Australia for now. For once I went with my gut feeling instead of thinking everything through and still it felt like I got it wrong. But in the end I think it’s going to be alright…I really need this break and it is lovely to be back home with my family.
The journey back home was quite long, first an eight hour flight to Kuala Lumpur where I had an 15hour stopp over and then another 12,5hours to Frankfurt where my brother picked me up and took me to the train station for yet another 4hour journey to make it home. All together, door to door, the journey added up to almost 50 hours. Thank God that I have the talent to sleep almost anywhere and anytime because thats what I did for most of the time. It was really strange though to be back in Asia…once I went outside the airport to catch the FREE shuttle I was at once surrounded by taxi drivers offering their service.
Now I’m back home and I’m going to sleep in my own bed again for the first time in months! Tomorrow I’ll figure out when I’ll start working again and then I’ll hopefully make it back to Australia early next year!
P.S. For those of you in Germany…I don’t have a mobile phone at the moment…well I have a phone, but alas, I lost my SIM card in Asia. So for now you can only reach me via my home phone number or internet.